Werke 2018-02-06T13:36:02+00:00

Werke

Peter Roseggers Lebenswerk umfasst insgesamt 43 Bände. Doch neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit engagierte er sich auch für soziale Projekte. So unterstützte er öffentliche Einrichtungen bei der Finanzierung von verschiedensten Projekten. Allen voran von Schulen und Kirchen.

Schließlich können berühmte Persönlichkeiten vieles realisieren. Und Peter Rosegger war berühmt. Schon zu Lebzeiten. Diese Tatsache lässt sich an den steigenden Auflagenzahlen und Übersetzungen seiner Werke ablesen, an umfangreichen Feierlichkeiten anlässlich seines 60. sowie 70. Geburtstages sowie an zahlreichen Ehrungen, z.B. Ehrendoktoraten der Universitäten Heidelberg (1903), Wien (1913) und Graz (1917).

Überaus erfolgreich war sein Aufruf für den „Deutschen Schulverein Südmark“ (1909) mit dem Ziel, in den gemischtsprachigen Gebieten der Monarchie deutschsprachige Schulen zu errichten, wodurch er sich aber in dem sich verschärfenden Nationalitätenkonflikt exponierte. Sein Engagement hatte schließlich eine Anti-Rosegger-Kampagne in der tschechischen Presse zur Folge, die möglicherweise dazu beigetragen hat, dass der Literatur-Nobelpreis damals nicht an Rosegger, sondern an Rabindranath Tagore verliehen wurde.

Peter Rosegger war auch in der Friedensbewegung aktiv. Trotz seiner pazifistischen Neigungen ließ er sich 1914 von der allgemeinen Kriegsbegeisterung mitreißen und engagierte sich für die „deutsch-österreichische Waffenbrüderschaft“. Im Verlauf des Krieges schwand diese Begeisterung im Übrigen sehr schnell wieder und machte einer resignierten Kriegsmüdigkeit Platz.

Peter Rosegger hatte in seinen Schriften viele gesellschaftspolitischen Umbrüche kommentiert, sodass ihn Parteien unterschiedlicher Couleurs vereinnahmen konnten. Die nationalen, kriegsbegeisterten Töne kamen beispielsweise der Nationalsozialistischen Propaganda gut zu pass. Es steht außer Zweifel, dass Peter Rosegger sowohl vom Austrofaschismus als auch vom Nationalsozialismus vereinnahmt wurde. 1946 wiederum wurde er vom Kommunismus benutzt. Kurzum: Peter Roseggers Werke waren und sind von vielen Seiten zu Propagandazwecken ge- bzw. missbraucht worden.

Heute steht mit Sicherheit fest, dass Peter Rosegger neben Erzherzog Johann zu den bedeutendsten Symbolträgern der steirischen Identität gehört.

Gedichtbände

Zither und Hackbrett, 1870

Mein Lied, 1911 (enthält u.a. Ein Freund ging nach Amerika)

Steirischer Waffensegen (mit Ottokar Kernstock), 1916

Romane

Die Schriften des Waldschulmeisters, 1875

Heidepeters Gabriel, 1882

Der Gottsucher, 1883

Jakob der Letzte, 1888

Peter Mayr. Der Wirt an der Mahr, 1891

Das ewige Licht, 1897

Erdsegen, 1900

Weltgift, 1901

Inri, 1905

Die Försterbuben, 1907

Die beiden Hänse, 1911

Erzählungen

Geschichten aus Steiermark, 1871

Geschichten aus den Alpen, 1873

Streit und Sieg, 1876

Mann und Weib. Liebesgeschichten, 1879

Allerhand Leute, 1888

Der Schelm aus den Alpen, 1890

Durch!, 1897

Als ich noch der Waldbauernbub war, 1902

Wildlinge, 1906

Lasset uns von Liebe reden, 1909

Der erste Christbaum

Der Wald brennt

Vom Kreuzweg des Lebens. Novellistische Studien von Hans Malser, 1881. 2. Aufl. 1908

Autobiographisches

Waldheimat, 1877

Mein Weltleben, 1898, 1914

Schriften in Steirischer Mundart, 1907

Gesammelte Werke (40 Bände), 1913–1916