Ein Jahr zu Ehren des großen Steirers

„Wenn man nach 50 Jahren noch weiß, wer das ist, dann genügt dies; wenn nicht, gönnt ihm seinen Frieden“: So steht es auf dem schlichten Grab von Peter Rosegger am Friedhof in Krieglach.
In der Steiermark weiß man aber auch 100 Jahre nach seinem Tod noch, wer Peter Rosegger war – daher wird es im kommenden Jahr landesweit zahlreiche Veranstaltungen zu Ehren des steirischen Schriftstellers und Visionärs geben, sagt Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP), der auch Volkskulturreferent in der Landesregierung ist: „Wir werden das durch die Volkskultur tun, indem wir in den Schulen unter dem Titel ‚Einfach lebendig‘ über Peter Rosegger erzählen, und es wird Veranstaltungen im Universalmuseum Joanneum geben, natürlich auch am Alpl und in der steirischen Landesbibliothek“.

So wird etwa das Rosegger-Museum in Krieglach eine Ausstellung gestalten: Dort geht es um weniger bekannte Aspekte des Schriftstellers, der auch fortschrittliche Ideen zu Naturschutz oder Wasserkraft hatte. Auch in einer weiteren Ausstellung mit dem Titel „Peter Rosegger. Waldheimat und Weltwandel“ im Museum für Geschichte soll weniger die Person des steirischen Dichters im Mittelpunkt stehen, sondern vielmehr Themen wie Bauernbefreiung, Landflucht, medizinische Versorgung oder aufkeimender Nationalsozialismus.

Angesichts seiner Visionen sei es wichtig, vor allem junge Leute in den Schulen an Peter Rosegger zu erinnern, sagt Schützenhöfer, „weil er gerade was Umwelt, was Landwirtschaft anlangt, davor gewarnt hat, Ressourcen zu vergeuden, sondern gesagt hat, sie sollen genutzt werden. Aber wenn man in die heutige Zeit schaut, dann sind wir genau in der Debatte, und Peter Rosegger ist seit 100 Jahren tot.“

Der Schwerpunkt der Veranstaltungen im steirischen Rosegger-Jahr wird zwischen dem 100. Todestag im Juni und dem 175. Geburtstag Ende Juli liegen.

Quelle: ORF Steiermark, 25. Dezember 2017

© Steiermärkisches Landesarchiv

2018-01-24T12:46:35+00:00 30.12.2017|